Diskriminierungssensible Jugendarbeit – Strukturen antisemitismuskritisch gestalten

Inhalt:
Antisemitismus ist kein neues Phänomen. Er blickt auf eine lange Geschichte zurück und tritt bis heute in unterschiedlichen Erscheinungsformen auf. Dabei sind Antisemitismus und andere Formen von Diskriminierung nicht ausschließlich als individuelle Einstellung zu verstehen, denn sie sind in gesellschaftliche und organisationale Strukturen eingebettet. Als Organisation kann man durch etablierte Umgangsformen dazu beitragen, dass Diskriminierung reproduziert wird, auch ohne, dass dies beabsichtig ist, daher ist es hilfreich sich zu fragen: „Was muss sich an den Bedingungen meiner Organisation verändern, damit diskriminierungssensible Arbeit überhaupt nachhaltig ist?“

In dieser Fortbildung nehmen wir Antisemitismus als spezifische Diskriminierungsform in den Blick, ohne ihn von anderen Formen von Diskriminierung zu isolieren. Jugendzentren sind Orte, an denen Jugendliche mit unterschiedlichen Lebensrealitäten und Diskriminierungserfahrungen zusammenkommen. Es ist unsere Aufgabe, das wir sichere und diskriminierungssensible Räume für sie schaffen. Gemeinsam schauen wir auf eine Organisationskultur, in der Diskriminierung wahrgenommen, reflektiert und professionell bearbeitet wird.

Das Projekt „Vorurteile Überwinden“ erarbeitet seit vier Jahren in der Steiermark gemeinsam mit Jugendlichen sowie Jugendarbeiter*innen in Jugendzentren Konzepte zur antisemitismuskritischen Jugendarbeit. Angelehnt an die Erfahrungen aus dem Projekt sowie an das Praxismanual für Fachkräfte der offenen Jugendarbeit (OJA) befassen wir uns gemeinsam mit folgenden Ebenen:
• Wissen (Was ist Antisemitismus überhaupt?)
• Haltung (Was hat das mit mir zu tun?)
• Handlung (Was kann ich präventiv und interventiv tun?)

Ziel: Die Teilnehmenden reflektieren, welche Strukturen, Routinen und institutionelle Rahmenbedingungen Diskriminierung ermöglichen, verstärken oder verhindern können. Gemeinsam werden Handlungsmöglichkeiten erarbeitet, um diskriminierungssensible und antisemitismuskritische Strukturen in der eigenen Organisation zu stärken.

Referent:in: Verein JUKUS

Ort: online via Zoom
Zielgruppe: Fachkräfte, Leitungspersonen und Multiplikator:innen aus der Offenen und Verbandlichen Jugendarbeit, Interessierte
Organisation: Steirischer Dachverband der Offenen Jugendarbeit
Infos und Anmeldung: office@dv-jugend.at

Eine Kooperation von: Verein JUKUS und Steirischer Dachverband der Offenen Jugendarbeit

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Datum

02 Dez. 2026

Uhrzeit

9:00 - 13:00
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