SCHWERPUNKTTHEMEN

Offene Jugendarbeit in der Steiermark sicher!
Die angespannten Gemeindebudgets führen auf kommunaler Ebene zu empfindlichen Kürzungen im Bereich der Offenen Jugendarbeit. Jugendzentren und Jugendtreffs in steirischen Kommunen werden geschlossen oder das bestehende Angebot wird massiv gekürzt. Damit werden Strukturen geschwächt, die jungen Menschen Begegnungs- und Gestaltungsräume, Begleitung, Halt, Gemeinschaft, Schutz und Selbstwirksamkeitserfahrungen bieten. Das Land Steiermark hat in diesen angespannten Budgetzeiten die Förderung der Offenen Jugendarbeit sogar erhöht, um die Bedeutung der öffentlichen Infrastruktur (Jugendzentren, Jugendräume und Jugendtreffs) für Jugendliche zu unterstreichen. Gerade die Offene Jugendarbeit mit ihren wertschätzenden Zugängen und Angeboten spielt neben weiteren Sozialisationsinstanzen eine besondere Rolle für junge Menschen. Die Beteiligung junger Menschen an Gestaltungsprozessen, die Unterstützung ihrer Selbstorganisationsfähigkeit und die Förderung ihrer Interessenvertretung in unterschiedlichen Zusammenhängen sind wichtige Bestandteile der Offenen Jugendarbeit. Sie verfügt über die notwendigen Rahmenbedingungen, um Jugendliche proaktiv und ressourcenorientiert beim Hineinwachsen in die Gesellschaft zu begleiten und ihnen tragfähige Beziehungsangebote bereitzustellen. Dafür braucht die Offene Jugendarbeit die notwendigen Ressourcen, um als selbstverständliche öffentliche Infrastruktur wirken zu können! Bei Kindern und Jugendlichen zu sparen, ist sicherlich nicht der Weisheit letzter Schluss. Gemeinsam mit dem Referat Jugend werden wir weiterhin an tragfähigen Förderkonzepten arbeiten, um die Gemeinden dabei zu unterstützen, die Angebote der Offenen Jugendarbeit zu stärken und diese für ihre Jugendlichen in allen Regionen der Steiermark breit zugänglich zu machen.

 

Mädchen*- und Burschen*arbeit in der Offenen Jugendarbeit
Mädchen*- und Burschen*arbeit in der Offenen Jugendarbeit schafft geschützte Räume, in denen junge Menschen ihre Identität stärken, Rollenbilder hinterfragen und Selbstvertrauen entwickeln können. Sie fördert Gleichberechtigung sowie einen respektvollen und wertschätzenden Umgang miteinander. Durch geschlechtersensible Angebote werden individuelle Stärken sichtbar gemacht, Selbstbestimmung unterstützt und soziale Kompetenzen gefördert. Ziel ist es, junge Menschen in ihrer persönlichen Entwicklung zu begleiten und ein vielfältiges, respektvolles Miteinander zu stärken.
Die kontinuierliche Weiterbildung der Fachkräfte ermöglicht es, sich mit eigenen Haltungen, Rollenbildern und gesellschaftlichen Erwartungen auseinanderzusetzen und ihr pädagogisches Handeln kritisch zu reflektieren. Durch gezielte Fortbildungen erwerben Mitarbeiter:innen fachliche Kompetenzen im Bereich geschlechtersensibler Pädagogik und können auf aktuelle Themen wie Diversität, Genderidentitäten, Prävention und diskriminierungssensibles Arbeiten professionell eingehen. Dies stärkt nicht nur die Qualität der Angebote, sondern schafft auch sichere, wertschätzende Räume, in denen sich alle Jugendlichen ernst genommen und unterstützt fühlen.